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Treppenlift-Alternativen im Überblick

Nicht immer ist ein klassischer Treppenlift – fachlich „Treppenschrägaufzug“ – die beste Lösung. Manchmal fehlt der Platz für eine Schiene, manchmal soll gleich ein ganzes Stockwerk dauerhaft barrierefrei erschlossen werden. Senkrechtlifte, Homelifte, Außenaufzüge und mobile Treppensteiger bieten für diese Fälle echte Alternativen. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Systeme es gibt, was sie kosten und wie sie gefördert werden – inklusive der aktuellen Zuschusshöhen der Pflegekasse (bis zu 4.180 Euro pro Person) und der KfW-Förderung 455-B

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Senkrechtlift

Nicht immer ist ein klassischer Treppenlift – fachlich „Treppenschrägaufzug“ – die beste Lösung. Manchmal fehlt der Platz für eine Schiene, manchmal soll gleich ein ganzes Stockwerk dauerhaft barrierefrei erschlossen werden. Senkrechtlifte, Homelifte, Außenaufzüge und mobile Treppensteiger bieten für diese Fälle echte Alternativen. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Systeme es gibt, was sie kosten und wie sie gefördert werden – inklusive der aktuellen Zuschusshöhen der Pflegekasse (bis zu 4.180 Euro pro Person) und der KfW-Förderung 455-B

Verglichen mit einem Aufzug, wie man ihn aus öffentlichen Gebäuden kennt, ist der private Senkrechtlift für das Einfamilienhaus leiser und günstiger. Einfache Modelle ohne Schacht (selbsttragende Konstruktion) sind ab etwa 15.000 Euro erhältlich. Für zwei bis drei Etagen sollte man mit 25.000 bis 40.000 Euro rechnen. Die Kosten liegen damit zwar über denen für Plattformlifte und andere Rollstuhllösungen, sind aber deutlich niedriger als bei einem herkömmlichen Personenaufzug.

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Homelift

Im Prinzip meinen die Begriffe “Senkrechtlift” und “Homelift” das Gleiche. Einen Unterschied sehen viele jedoch in der Ausführung der Lifte. Homelifte sind häufig mit sehr teuren Materialien verkleidet und gelten somit als besonders luxuriöse Variante des Senkrechtliftes.

Einfache Homelifte ohne aufwendigen Schacht sind ab etwa 15.000 Euro erhältlich. Standardmodelle für eine Etage liegen bei 25.000 bis 35.000 Euro. Hochwertige Varianten mit Glasschacht, Designverkleidung oder drei und mehr Etagen kosten 40.000 Euro und mehr.

Homelift: Eine Alternative zum Treppenlift

Gut zu Wissen:

Für den Einbau eines Homelifts wird eine Grundfläche von mindestens 1 m² bis 1,5 m x 1,5 m benötigt – je nach Modell und ob der Lift auch für Rollstühle geeignet sein soll. Eine herkömmliche 230-Volt-Steckdose reicht für den Antrieb aus. Bei einer Förderhöhe ab 3 Metern ist der Homelift überwachungspflichtig und muss vor Inbetriebnahme geprüft werden.

Außenaufzug

Ein Außenaufzug ist im Prinzip ein Senkrechtlift, der an der Außenfassade montiert wird. Da keine Eingriffe in die Innenräume nötig sind, fallen die Gesamtkosten oft niedriger aus als bei einem Innenaufzug. Je nach Etagenzahl, Antriebsart und Ausstattung liegen die Preise zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Für ein Einfamilienhaus mit zwei Haltepunkten beginnen die Preise bei etwa 30.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Fundament, Fassadenanpassung und ggf. Baugenehmigung.

Außenaufzug: Eine Alternative zum Treppenlift

Tipp:

Soll der Außenaufzug auch mit dem Rollstuhl oder Rollator nutzbar sein, muss die lichte Türbreite mindestens 90 cm betragen. Das gilt ebenso für Homelifte und Senkrechtlifte im Innenbereich. Prüfen Sie außerdem, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist – die Vorschriften unterscheiden sich je nach Bundesland und Landesbauordnung.

Mobile Treppensteiger und Treppenraupen

Wer keine dauerhafte Liftanlage benötigt oder einbauen kann, findet in mobilen Treppensteigern und Treppenraupen eine flexible und vergleichsweise günstige Lösung. Diese Geräte werden nicht fest installiert, sondern bei Bedarf an die Treppe gebracht.

Treppensteiger transportieren Personen über einen integrierten Sitz oder eine Rollstuhlkopplung treppauf und treppab. Die meisten Modelle werden elektrisch über Akkus betrieben und von einer Begleitperson bedient. Treppenraupen nutzen statt Rädern einen Raupenantrieb und sind besonders für Rollstuhlfahrer geeignet – der Rollstuhl wird direkt auf dem Gerät befestigt.

Preislich liegen Treppensteiger bei 1.500 bis 5.000 Euro, Treppenraupen bei 3.000 bis 9.000 Euro. Damit sind sie deutlich günstiger als fest installierte Lifte. Ein weiterer Vorteil: Treppensteiger gelten als Pflegehilfsmittel und werden bei anerkanntem Pflegegrad in vielen Fällen vollständig von der Pflegekasse übernommen – ein wesentlicher Unterschied zum Treppenlift, bei dem der Zuschuss auf 4.180 Euro gedeckelt ist.

Mobile Lösungen eignen sich besonders bei vorübergehender Mobilitätseinschränkung (etwa nach einer OP), in Mietshäusern, in denen der Vermieter keinen festen Einbau genehmigt, oder als Ergänzung für unterwegs. Für den dauerhaften täglichen Gebrauch im eigenen Zuhause bleibt ein fest installierter Treppenlift oder Senkrechtlift die komfortablere Wahl, da er eigenständig und ohne Hilfsperson bedient werden kann.

Werden Treppenlift-Alternativen auch bezuschusst?

Die Pflegekasse bezuschusst alle wohnumfeldverbessernden Maßnahmen mit bis zu 4.180 Euro pro Person (ab Pflegegrad 1). Leben mehrere pflegebedürftige Personen im Haushalt, sind bis zu 16.720 Euro möglich. Ob Sie ein barrierefreies Bad umbauen, einen Sitzlift kaufen oder einen Homelift einbauen lassen – der Zuschuss gilt grundsätzlich für alle diese Maßnahmen. Wichtig: Stellen Sie den Antrag bei Ihrer Pflegekasse, bevor Sie einen Auftrag vergeben.

Anders sieht es jedoch bei der steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten aus: In §§ 33 ff. des deutschen Einkommensteuergesetzes ist definiert, dass Aufwendungen (die als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden) zum einen notwendig sein müssen und zum anderen einen angemessen Betrag nicht übersteigen dürfen.

Das heißt konkret:

Wenn ein klassischer Sitzlift ausreicht, Sie sich jedoch für einen privaten Personenaufzug entscheiden, wird das Finanzamt die Aufwendung nicht als verhältnismäßig anerkennen.

Lesen Sie auch: Alles über Treppenlift-Zuschüsse
Häufige Fragen

Treppenlift-Typen

Die wichtigsten Alternativen zum klassischen Treppenlift (Treppenschrägaufzug) sind: Senkrechtlifte und Homelifte (private Personenaufzüge ab ca. 15.000 Euro), Außenaufzüge (ab ca. 30.000 Euro) sowie mobile Treppensteiger und Treppenraupen (ab ca. 1.500 Euro). Senkrechtlifte und Homelifte eignen sich besonders, wenn die Treppe zu schmal für einen Schienenlift ist oder mehrere Etagen überwunden werden sollen. Mobile Treppensteiger sind eine flexible Lösung für vorübergehende Mobilitätseinschränkungen.

Ja. Die Pflegekasse bezuschusst alle wohnumfeldverbessernden Maßnahmen mit bis zu 4.180 Euro pro Person (ab Pflegegrad 1). Das gilt für Treppenlifte ebenso wie für Senkrechtlifte, Homelifte und Außenaufzüge. Leben mehrere pflegebedürftige Personen im selben Haushalt, sind bis zu 16.720 Euro möglich. Mobile Treppensteiger werden häufig sogar komplett als Pflegehilfsmittel übernommen. Zusätzlich bietet die KfW mit dem Programm 455-B einen Investitionszuschuss von bis zu 2.500 Euro für Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung.

Ein einfacher Homelift ohne Schacht (selbsttragende Konstruktion) ist ab ca. 15.000 Euro erhältlich. Standardmodelle für eine Etage kosten zwischen 25.000 und 35.000 Euro. Für zwei bis drei Etagen oder hochwertige Ausführungen (Glasschacht, Designkabine) sollte man mit 40.000 bis 50.000 Euro rechnen. Hinzu kommen Kosten für etwaige Umbauten (z. B. Deckendurchbrüche), Wartungsverträge und Strom. Eine 230-Volt-Steckdose genügt für den Betrieb.

Eine Kombination von Pflegekassenzuschuss und KfW-Investitionszuschuss (455-B) für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich. Sie müssen sich für eine der beiden Förderungen entscheiden. Allerdings lässt sich der zinsgünstige KfW-Kredit (Programm 159, bis zu 50.000 Euro) mit dem Pflegekassenzuschuss kombinieren. Der verbleibende Eigenanteil nach allen Zuschüssen kann bei medizinischer Notwendigkeit als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden.

Ein klassischer Sitzlift ist in der Regel die günstigste Lösung: Gerade Sitzlifte gibt es ab ca. 3.500 Euro, Kurvenlifte ab ca. 8.000 Euro. Homelifte starten bei ca. 15.000 Euro und sind damit deutlich teurer. Der Vorteil des Homelifts: Er ist treppenunabhängig, überwindet mehrere Etagen und beeinträchtigt den Fluchtweg nicht. Für Rollstuhlfahrer, die einen Plattformlift nicht einbauen können, ist der Homelift oft die einzige dauerhafte Lösung.

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    Ich habe den Datenschutz gelesen und verstanden.

    *Gemäß § 40 Abs. 4 SGB XI beträgt der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro pro Person mit anerkanntem Pflegegrad. Bei bis zu vier Personen im Haushalt ergibt sich ein maximaler Zuschuss von 16.720 Euro.

    Über den Autor:

    Sebastian Starnberger - Autor des Beitrages: Treppenlift-Alternativen im Überblick
    Sebastian Starnberger
    ist zuständig für den redaktionellen Gesundheitsbereich und Experte für barrierefreies Wohnen. Weiterhin interessiert er sich für Pflegehilfsmittel
    Bildnachweis: AdobeStock (1456116797)
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