Wer einen Treppenlift einbauen lässt, kann dafür staatliche Unterstützung bekommen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zwei Förderwege an: den Investitionszuschuss „Barrierereduzierung“ (455-B), der bis zu 2.500 Euro direkt erstattet, und den Förderkredit „Altersgerecht Umbauen“ (159), über den sich bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zu günstigen Konditionen finanzieren lassen.
Der Zuschuss 455-B war seit Anfang 2025 nicht beantragbar, weil die Bundesmittel aufgebraucht waren. Im Frühjahr 2026 soll das Programm mit 50 Millionen Euro frischem Budget wieder an den Start gehen – die Mittel sind allerdings begrenzt. Der Kredit 159 steht dagegen jederzeit zur Verfügung. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Förderung zu Ihrer Situation passt, wie Sie den Antrag stellen und worauf Sie achten müssen.
Mit dem Investitionszuschuss „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss (455-B)“ bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Einbau von Barrieren reduzierenden Maßnahmen im häuslichen Wohnumfeld.
Bei der Förderung der KfW handelt es sich um eine offene Förderung, die allen Privatpersonen unabhängig vom Alter zugänglich ist. Das bedeutet, folgende Personengruppen können sich einen Investitionszuschuss zum Treppenlift sichern:
Der KfW-Zuschuss 455-B war seit Anfang 2025 nicht beantragbar, weil die Bundesmittel aufgebraucht waren. Im Bundeshaushalt 2026 wurden erneut 50 Millionen Euro für das Programm eingeplant. Die KfW hat angekündigt, dass Anträge voraussichtlich ab Frühjahr 2026 wieder möglich sind – sobald die technischen Voraussetzungen (u. a. eAid-Register) im Antragsprozess umgesetzt wurden. Ein genaues Startdatum steht noch nicht fest.
Unser Tipp: Nutzen Sie die Zeit bis zum Programmstart und lassen Sie sich bereits jetzt beraten und ein Angebot erstellen. Planungs- und Beratungsleistungen gelten laut KfW nicht als Vorhabensbeginn – Sie bleiben also antragsberechtigt. Da der Fördertopf 2026 deutlich kleiner ausfällt als in früheren Jahren (zum Vergleich: 2024 standen 150 Mio. Euro bereit), sollten Sie am besten direkt zum Programmstart Ihren Antrag einreichen.

Sowohl den Zuschuss als auch den Kredit erhalten Antragsteller nur, wenn sie den Antrag vor Beginn der Maßnahmen stellen. Deshalb muss die Antragstellung nach Erhalt des Angebots immer zuerst erfolgen, bevor das Angebot bestätigt wird.
Die KfW fördert alle Maßnahmen, die im persönlichen Wohnumfeld Barrieren reduzieren oder abbauen sowie den persönlichen Wohnkomfort erhöhen. Dazu zählt die Kreditanstalt Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung, den Umbau zum Standard „Altersgerechtes Haus“, die Umwidmung von Nichtwohnflächen sowie die Erweiterung oder Teilung von Wohnflächen. Auch der Kauf einer barrierearm umgebauten Immobilie oder Wohnung wird gefördert.
Dementsprechend können Antragsteller sich auch den Einbau eines Treppenlifts bezuschussen lassen. Diese Einzelmaßnahme würde sowohl im Förderbereich 2 „Eingangsbereich und Wohnungszugang“ als auch im Förderbereich 3 „Überwindung von Treppen und Stufen“ verortet werden. Bezuschusst werden sowohl Sitzlifte, Stehlifte, Plattformlifte als auch Hublifte.
Maßnahme |
Höhe des Zuschusses |
Maximaler Zuschuss |
|---|---|---|
Einzelmaßnahme zur Barrierereduzierung |
10,0 % der förderfähigen Kosten |
2.500 € |
Umbau Standard „Altersgerechtes Haus |
12,5% der förderfähigen Kosten |
6.250 € |
Den Antrag für den Treppenliftzuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau können Sie in nur wenigen Schritten stellen:
Lassen Sie sich hierfür gern von uns beraten! Mit unserem Machbarkeitscheck finden wir in kurzer Zeit heraus, welcher Treppenlift der richtige für Sie ist.
Die Maßnahmen zur Barrierereduzierung lassen sich in vielen Fällen beispielsweise mit energetischen Sanierungsmaßnahmen kombinieren.
Die Beantragung erfolgt online über das KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal). Wichtig: Der Antrag muss zwingend vor Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen gestellt werden. Planungs- und Beratungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.
Nach der Antragsbestätigung müssen Sie Ihre Identität nachweisen. Dies ist über den SCHUFA-Identitätscheck, das PostIdent-Verfahren der Deutschen Post oder über Video-Ident möglich.
Über das Zuschussportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau können Sie die Rechnungen des Fachunternehmens hochladen und so die Gesamtkosten nachweisen. Beim Umbau zum Standard „Altersgerechtes Haus“ müssen Sie hier auch ein Gutachten eines Sachverständigen vorlegen.
Holen Sie mit der Kombination von Fördermitteln noch mehr für Ihren Treppenlift raus! Der Investitionszuschuss 455-B lässt sich beispielsweise mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude kombinieren, also dem Förderprodukt Wohngebäude-Kredit (261). Ebenso können Sie ergänzende Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.
Darüber hinaus können Sie den Investitionszuschuss „Altersgerecht umbauen“ mit regionalen oder anderen öffentlichen Förderungen kombinieren. Nachfolgende Matrix gibt Ihnen einen Überblick, welche Fördermittelkombinationen möglich sind.
Der KfW-Zuschuss 455-B lässt sich nicht für dieselbe Maßnahme mit dem Pflegekassenzuschuss kombinieren. Wenn die Pflegekasse den Treppenlifteinbau bereits bezuschusst, kann der KfW-Zuschuss nicht zusätzlich für denselben Einbau beantragt werden. Allerdings ist es möglich, verschiedene Maßnahmen getrennt fördern zu lassen: beispielsweise den Treppenlift über die Pflegekasse und einen barrierefreien Badumbau über die KfW.
Für den Zuschuss der KfW stehen nur begrenzte Finanzmittel zur Verfügung. Das bedeutet, wenn der Fördertopf leer ist, bekommen Antragstellende keine Zusagen mehr. Alternativ können diejenigen, die leer ausgegangen sind, auf den Investitionskredit „Altersgerecht umbauen“ zurückgreifen.
Der KfW-Kredit „Altersgerecht umbauen – 159“ ist das Mittel der Wahl für all diejenigen, die beim Investitionszuschuss leer ausgegangen sind oder deren Eigenmittel nicht ausreichen, um den Zuschuss gut ausnutzen zu können.
Anders als beim Investitionszuschuss hat eine wesentlich größere Gruppe Anspruch auf den Investitionskredit. Während der Zuschuss nur für Privatleute geeignet ist, können beim Investitionskredit auch öffentliche Institutionen, Bauträger und Genossenschaften einen Antrag stellen.
Damit ergeben sich Antragsmöglichkeiten für folgende Personengruppen:
Allerdings werden einige Akteure für den Zugang zum Investitionskredit für altersgerechtes Umbauen auch konkret ausgeschlossen.
Kein Anspruch auf den Kredit besteht für:
Der Investitionskredit verfolgt die gleichen Förderzwecke wie der Investitionszuschuss. Das bedeutet, es werden Baumaßnahmen zur Barrierereduzierung an Wohnhäusern und in Wohnungen gefördert. Auch eine Erhöhung des Wohnkomforts gilt als förderfähig, wenn sie der Barrierereduzierung dient. Mit dem Kredit kann also auch der Einbau eines Sitzliftes, Stehliftes oder Plattformliftes finanziert werden. Ebenso sind damit Hub- und Plattformlifte im Eingangsbereich finanzierbar.
Für den Investitionskredit hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau zwei verschiedene Formen vorgesehen: Der Kredit kann als Annuitätendarlehen oder als endfälliges Darlehen aufgenommen werden. In beiden Fällen können Antragsteller bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit beantragen.
In diesem Modell zahlen Antragsteller in den ersten Jahren, der sogenannten Anlaufzeit, nur die anfallenden Zinsen. Anschließend wird der Kredit in gleichbleibenden monatlichen Raten abgezahlt. Je nach Laufzeit, Zinsbindung und Anlaufzeit variieren die Zinssätze.
Die aktuellen Zinskonditionen für den KfW-Kredit 159 variieren je nach Laufzeit und Zinsbindung. Grundsätzlich liegen sie unter dem Marktniveau für vergleichbare Baudarlehen. Beim Annuitätendarlehen können Sie Laufzeiten zwischen 4 und 30 Jahren wählen, mit tilgungsfreier Anlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Zinsbindung beträgt wahlweise 5 oder 10 Jahre.
Alternativ steht ein endfälliges Darlehen mit bis zu 10 Jahren Laufzeit zur Verfügung – hier zahlen Sie während der Laufzeit nur Zinsen und den Gesamtbetrag am Ende.
Die tagesaktuellen Konditionen finden Sie unter kfw.de/159 oder erfahren Sie über Ihre Hausbank.
Alternativ zum Annuitätendarlehen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Investitionskredit auch als endfälliges Darlehen. Das bedeutet, Kreditnehmer zahlen während der gesamten Laufzeit nur die Zinsen. Abgelöst wird der Kredit am Ende der Laufzeit in einer Gesamtsumme.
Auch beim endfälligen Darlehen orientiert sich der Zinssatz an den aktuellen Marktkonditionen und wird regelmäßig angepasst. Die tagesaktuellen Konditionen erfahren Sie bei Ihrer Hausbank oder auf kfw.de/159.
Die Laufzeit und Zinsbindung für dieses Modell kann zwischen vier bis zehn Jahre betragen.
Pro Wohneinheit werden maximal 50.000 Euro bewilligt. Dieser Betrag wird normalerweise in einer Summe ausgezahlt. Allerdings ist auch eine Auszahlung in Teilbeträgen möglich. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau schüttet die Summe normalerweise in den ersten 12 Monaten nach Antragsbewilligung aus, allerdings kann man die Ausschüttung auch auf bis maximal 36 Monate verschieben. In diesem Fall wird ab dem 13. Monat eine Bereitstellungsprovision fällig.
Die Rückzahlung des Kredits erfolgt je nach Darlehensart in einer Summe oder in gleichbleibenden Raten. Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamtes Betrages ist möglich, kostet allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigung. Sondertilgungen in Teilbeträgen bietet die KfW nicht an.
Wie auch beim Investitionszuschuss, braucht es nur wenige Schritte zu Ihrer Treppenliftfinanzierung durch die KfW.
Mit Hilfe des Machbarkeitschecks erfahren Sie, welcher Treppenlift der richtige für Sie ist. Außerdem bekommen Sie ein erstes Angebot.
In einigen Fällen können Sie den Investitionskredit mit anderen Fördermöglichkeiten verbinden.
Bevor Sie den Treppenlift einbauen lassen, müssen Sie einen Finanzierungspartner finden, der mit Ihnen den Antrag auf den Investitionskredit stellt. In der Regel bieten alle Hausbanken auch eine Antragstellung bei der KfW an. Anders als beim Investitionszuschuss, können Sie den Antrag nicht selbst stellen, sondern der Finanzierungspartner muss den Investitionskredit für Sie beantragen.
War der Antrag erfolgreich, können Sie direkt nach der Förderzusage den Einbau Ihres Treppenliftes in Auftrag geben.
Der Investitionskredit für altersgerechtes Umbauen lässt sich nicht mit dem gleichnamigen Zuschuss kombinieren. Dasselbe gilt auch für den Investitionszuschuss 455-E für Einbruchschutz. Die Zuschüsse der KfW werden immer alternativ zu den Investitionskrediten ausgezahlt. Die nachfolgende Matrix zeigt, welche Kombinationen möglich sind.
Der KfW-Kredit 159 und der Pflegekassenzuschuss können nicht für dieselbe Einzelmaßnahme genutzt werden. Allerdings ist es möglich, verschiedene Maßnahmen unterschiedlich zu finanzieren: Wird der Pflegekassenzuschuss zum Beispiel für den Badumbau verwendet, lässt sich der Treppenlift separat über den KfW-Kredit finanzieren.
Neben den Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, gibt es auch andere Möglichkeiten, sich den Treppenlifteinbau fördern zu lassen. Auf den entsprechenden Detailseiten erfahren Sie, wie Sie sich den Zuschuss sichern können.
| Zuschussgebende Stelle | Voraussetzung | Höhe des Zuschusses |
|---|---|---|
| Pflegekasse | Anerkannter Pflegegrad | Bis 4.180 Euro pro Person (max. 16.720 Euro) |
| Regionale Förderungen | Wohnort im entsprechender Region, ggf. weitere Voraussetzungen | Variiert |
| Berufsgenossenschaft | Treppenlift wird nach Arbeitsunfall benötigt | Bis zu 100% der Kosten |
| Agentur für Arbeit | Treppenlift wird für die Wiedereingliederung benötigt | Variiert |
| Sozialhilfe | Keine Ansprüche bei anderen Trägern und vorliegende Bedürftigkeit | Bis zu 100% der Kosten |
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert keine Eigenleistungen. Das bedeutet, der Einbau des Treppenliftes muss durch ein Fachunternehmen erfolgen und abgenommen werden, um die Förderung der KfW abrufen zu können.
Die förderfähigen Kosten bezeichnen alle Kosten, die Sie aufbringen müssen, um den Treppenlift anschaffen und in Betrieb nehmen zu können. Das sind beispielsweise der Kaufpreis, die Materialkosten, etwaige Spezialanfertigungen, die Lieferung und der Einbau.
Nach Zusage der Förderung haben Sie bis zu 36 Monate Zeit, der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Umsetzung der Maßnahme, also den Einbau des Treppenlifts, nachzuweisen.
Bei der Förderung durch die KfW handelt es sich um eine offene Förderung, die allen Personen unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand zusteht. Ein Pflegegrad ist also nicht nötig.
Grundsätzlich sind auch Mieter berechtigt, Förderungen der KfW in Anspruch zu nehmen und einen Treppenlift einzubauen. Allerdings rät die KfW dazu, vorab mit dem Vermieter eine Modernisierungsvereinbarung zu treffen, um sich gegen etwaige nachträgliche Forderungen abzusichern.
Der Zuschuss konnte seit Januar 2025 nicht beantragt werden. Laut KfW soll die Antragstellung voraussichtlich ab Frühjahr 2026 wieder möglich sein. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt. Im Bundeshaushalt 2026 sind 50 Millionen Euro für das Programm vorgesehen.
Für dieselbe Maßnahme ist das nicht möglich. Wenn die Pflegekasse den Treppenlift bezuschusst, kann der KfW-Zuschuss nicht zusätzlich für denselben Einbau beantragt werden. Allerdings können Sie verschiedene Maßnahmen getrennt fördern lassen: etwa den Treppenlift über die Pflegekasse und einen barrierefreien Badumbau über die KfW.
Wenn die Bundesmittel für den Zuschuss 455-B aufgebraucht sind, gibt es drei Alternativen:
(1) Den KfW-Kredit 159 beantragen, der jederzeit verfügbar ist.
(2) Den Pflegekassenzuschuss von bis zu 4.180 Euro nutzen (ab Pflegegrad 1).
(3) Regionale Förderprogramme der Landesbanken oder Kommunen prüfen.
Seit dem 1. Januar 2025 beträgt der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro pro Person und Maßnahme. Leben mehrere pflegebedürftige Personen in einem Haushalt, kann der Zuschuss bis zu viermal gewährt werden (max. 16.720 Euro). Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5).
Die Zinsen des KfW-Kredits 159 ändern sich regelmäßig. Sie hängen von der gewählten Laufzeit und Zinsbindung ab. Die tagesaktuellen Konditionen finden Sie auf kfw.de/159 oder erfahren Sie bei Ihrer Hausbank. Der Kredit wird über die Hausbank beantragt, nicht direkt bei der KfW.


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