Dank der rutschfesten und befahrbaren Plattform, sind Plattformlifte die ideale Lösung für Rollstuhlfahrer – und zwar gleichermaßen im Innen- und Außenbereich. Auf dieser Seite verraten wir Ihnen unter anderem, welche Arten von Plattformliften es gibt, was ein Plattformlift kostet und wie Sie die Kosten für ein entsprechendes Modell samt Montage finanzieren können.
Ein Plattformlift kostet fertig installiert und über eine Etage zwischen 10.000 und 20.000 € — welche Zahl daraus gilt, entscheiden Treppenform und Etagenzahl. Alle Anschaffungspreise stammen aus derselben Quelle wie unser Kostenrechner. Wo kein Preis belegt ist, steht das ausdrücklich da.
Die Preisliste trennt zwei Dinge, die in Angeboten regelmäßig durcheinandergeraten: Gesamtpreise für die fertige Anlage und Zusatzposten obendrauf. Jede Zeile der folgenden Tabelle ist ein Gesamtpreis inklusive Montage — Sie zahlen genau eine davon, niemals zwei addiert.
| Ausführung (Gesamtpreis) | Preis | Was darin enthalten ist |
|---|---|---|
| Gerade Treppe, innen oder außen | 10.000 – 15.000 € | komplette Anlage inkl. Montage, eine Etage |
| Kurvige Treppe, innen oder außen | 12.000 – 20.000 € | komplette Anlage inkl. Montage, eine Etage |
| Gerade Treppe, gebrauchte Anlage | 6.000 – 9.000 € | 40 % Abschlag auf den Neupreis |
| Kurvige Treppe, gebrauchte Anlage | 7.200 – 12.000 € | 40 % Abschlag auf den Neupreis |
Bemerkenswert ist, was nicht unterschieden wird: Innen und außen liegen im selben Rahmen. Der Einbauort verschiebt den Preis innerhalb der Spanne, nicht die Spanne selbst. Deutlich auswirken tut sich dagegen die Zahl der Etagen.
| Treppenform | über 2 Etagen | über 3 Etagen |
|---|---|---|
| Gerade Treppe | 15.500 – 23.250 € | 20.500 – 30.750 € |
| Kurvige Treppe | 18.600 – 31.000 € | 24.600 – 41.000 € |
Dahinter steht ein Faktor auf den Preis der ersten Etage: 1,55 für zwei Etagen, 2,05 für drei. Zwei Etagen kosten also nicht das Doppelte — Antrieb, Steuerung und Aufmaß fallen nur einmal an.
Zwei Häuser mit derselben Stufenzahl können mehrere tausend Euro auseinanderliegen. Der Grund ist selten die Marke, sondern die Schiene: Für kurvige Treppen wird sie einzeln gefertigt und bildet dann den größten Kostenblock.
Statt sich durch die Spannen zu lesen, wählen Sie Treppenverlauf, Lift-Typ und Lage einmal aus und erhalten die passende Spanne für eine Etage. Der Rechner arbeitet mit derselben Preisstruktur wie diese Seite. Die Faktoren für zwei und drei Etagen sowie den Gebraucht-Abschlag rechnen Sie anhand der Tabellen oben selbst dazu — beides ist im Rechner nicht hinterlegt.
Wer weiß, welcher Posten wie viel bewegt, erkennt ein überteuertes Angebot schon beim Lesen. Die wichtigsten Hebel, in der Reihenfolge ihrer Wirkung:
Alle fünf Hebel bewegen den Gesamtpreis innerhalb der Spannen aus der Preisliste — keiner von ihnen taucht daneben noch einmal als eigene Position auf. Übrig bleibt dann genau ein echter Zusatzposten, der obendrauf kommt und deshalb gesondert im Angebot stehen muss. Bewusst nicht in dieser Tabelle stehen die Außen-Bauleistungen und die gebogene Maßschiene: Wer Verzinkung, Abdeckung, Fundament oder die Schiene neben dem Anlagenpreis noch einmal ansetzt, zahlt sie zweimal.
| Zusatzposten | Betrag | Beleglage |
|---|---|---|
| Wartung im laufenden Betrieb | 100 – 250 € pro Jahr | belegt als Wartung/Betrieb, bauartübergreifend gleich |
Vier Situationen decken fast alle Anfragen ab. Wählen Sie die, die zu Ihrem Zuhause passt; die Zahlen dazu stehen in der Preisliste oben.
Der günstigste Fall. Die Schiene kommt vorkonfektioniert, montiert wird meist an einem Tag, Stemmarbeiten fallen keine an. Das ist die oberste Zeile der Preisliste.
Podeste, Wendelungen und Etagenwechsel verlangen eine millimetergenau gebogene Schiene. Aufmaß und Fertigung dauern länger: Zwischen Auftrag und Inbetriebnahme vergehen Wochen statt Tage. Dafür steht die zweite Zeile.
Verzinkte Bauteile, rutschfeste Plattform, Abdeckhaube und ein frostsicheres Fundament. Der Preisrahmen bleibt derselbe wie innen: Diese Ausstattung entscheidet, wo in der Spanne Sie landen, und gehört nicht als eigene Position daneben. Mehr dazu beim Treppenlift außen.
Bevor über Geld gesprochen wird, muss die Anlage passen. Zwei Werte entscheiden: Die Plattform muss den Rollstuhl aufnehmen, und die Treppe muss Lift und Restlaufbreite hergeben. Die folgenden Maße sind Richtwerte aus Herstellerunterlagen — sie unterscheiden sich von Modell zu Modell und ersetzen kein Aufmaß vor Ort.
| Plattform | Maß (Breite × Tiefe) | Passend für | Treppenbreite (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| Kompakt | ca. 70 × 80 cm | schmale Standardrollstühle | ab ca. 90 cm |
| Standard | ca. 80 × 100 cm | die meisten Rollstühle | ca. 100 – 110 cm |
| XL | ca. 90 × 125 cm | Elektrorollstühle | ab ca. 120 cm |
An beiden Haltestellen braucht es zusätzlich Platz zum Rangieren; die DIN 18040 nennt dafür Bewegungsflächen von rund 150 × 150 cm. Verbindlich ist die Norm allerdings nur im barrierefreien Bauen — im Wohnungsbestand dient sie als Orientierung. Hochgeklappt trägt die Anlage je nach Modell noch etwa 30 bis 40 cm auf; die Treppe bleibt begehbar.
Im Mehrfamilienhaus muss die Treppe trotz montierter Anlage als Rettungsweg taugen. Wie viel Restlaufbreite dafür frei bleiben muss, ist nicht bundeseinheitlich geregelt: Die Landesbauordnungen setzen unterschiedliche Werte an, abhängig von der Zahl der Wohneinheiten und davon, ob ein zweiter Rettungsweg vorhanden ist. Verbindlich ist die Bauordnung Ihres Bundeslandes — im Zweifel gibt die örtliche Bauaufsicht vorab Auskunft, kostenlos. Messen Sie an der engsten Stelle, nicht in der Mitte — daran scheitern die meisten Vorhaben, und zwar erst nach der Bestellung.
Neben dem Neukauf gibt es zwei Wege, und beide haben eine Stelle, an der ihr Vorteil verschwindet.
Miete. Unsere Preisquelle kennt für den Plattformlift keine Mietrate — sie rechnet ausschließlich den Kauf. Am Markt nennen Anbieter für Treppenlifte Monatsraten von 50 – 300 €, wobei gerade Anlagen im unteren und kurvige oder besonders ausgestattete im oberen Bereich liegen; dazu kommen einmalig 2.500 – 5.000 € für die Einrichtung (eigene Auswertung von neun Anbieterseiten, August 2026, darunter ADAC und checkfox). Beide Posten gehören in jeden Vergleich — wer nur auf die Monatsrate schaut, hält die Miete für günstiger als sie ist. Die Rate endet nie von selbst, während ein Kaufpreis einmalig anfällt und die Anlage danach Ihnen gehört. Sinnvoll bleibt die Miete deshalb dort, wo die Einschränkung absehbar endet — nach einer Operation etwa.
Gebrauchtkauf. Gegenüber der Neuanlage sind 40 Prozent Abschlag angesetzt — die beiden Gebraucht-Zeilen der Preisliste zeigen, was davon übrig bleibt. Ob das ein Schnäppchen ist, entscheidet die Schiene: Gerade Schienen lassen sich kürzen und passen oft auf eine zweite Treppe. Gewendelte sind Maßanfertigungen für genau ein Treppenhaus und müssen fast immer neu gefertigt werden. Lassen Sie sich diesen Posten beziffern, bevor Sie vergleichen — und kaufen Sie nur beim Fachbetrieb mit Gewährleistung und Einbau.
Liegt ein Pflegegrad zwischen 2 und 5 vor, zahlt die Pflegekasse nach § 40 Abs. 4 SGB XI 4.180 € je anspruchsberechtigter Person für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Leben zwei Pflegebedürftige im Haushalt, lassen sich die Ansprüche zu 8.360 € kombinieren; bei vier oder mehr Anspruchsberechtigten sind höchstens 16.720 € möglich.
Am unteren Ende der Preisliste sieht die Rechnung so aus: 10.000 € für eine gerade Anlage über eine Etage, abzüglich 4.180 € Pflegekassenzuschuss für eine Person, ergibt 5.820 € Eigenanteil. Bei einer kurvigen Anlage am oberen Ende bleibt selbst zu zweit der größere Teil beim Haushalt — dort lohnen die übrigen Töpfe am meisten.
Welche dieser Töpfe sich in Ihrem Fall kombinieren lassen und was danach vom Kaufpreis übrig bleibt, zeigt der Förder-Rechner in einer Minute:
Erst beantragen, dann beauftragen. Pflegekasse und KfW bewilligen nachträglich nur in Ausnahmefällen. Als Grundlage genügt ein Kostenvoranschlag — jeder seriöse Berater erstellt ihn kostenlos.
Zwei Gruppen teilen sich diesen Markt: Aufzugspezialisten, die vom Plattformlift bis zum Gebäudeaufzug alles bauen, und die großen Treppenlift-Marken, die die Bauart im eigenen Programm führen. Lifta etwa bietet Plattformlifte für gerade wie kurvige Treppen an. Wer bei einem Anbieter ohne eigene Fertigung anfragt, bekommt ein Gerät dieser Hersteller über einen Partnerbetrieb vermittelt.
| Hersteller | Modelle | Wofür er bekannt ist |
|---|---|---|
| Lifta, Köln | Plattformlifte gerade und kurvig | bundesweites Berater- und Servicenetz |
| Hiro Lift, Bielefeld | HIRO 320, HIRO 350 | Fertigung in Deutschland, Tragkraft bis 300 kg |
| Garaventa Lift, Schweiz | Artira | enge und stark gewendelte Treppenhäuser |
| Lehner Lifttechnik, Österreich | Stratos, Omega | schmale Bauweise, viele Plattformgrößen |
| Ascendor, Österreich | PLK8 | besonders kompakte Anlage |
Für die Entscheidung zählt die Passgenauigkeit mehr als der Name auf dem Typenschild: Jedes System hat eigene Mindestbreiten und Schienenradien. Lassen Sie zwei bis drei Betriebe vor Ort aufmessen — bei identischer Treppe trennen die Angebote regelmäßig einen vierstelligen Betrag.
Der Plattformlift ist die teuerste Lösung entlang der Treppe — dafür die einzige, bei der der Rollstuhl mitfährt. Ist das Umsetzen auf einen Sitz möglich, wird es günstiger. Auch hier sind alle Zeilen Gesamtpreise für eine Etage:
| Liftart (Gesamtpreis) | Preis | Bedingung |
|---|---|---|
| Sitzlift | 3.500 – 10.000 € | gerade Treppe, innen, inkl. Montage |
| Kurvenlift mit Sitz | 7.500 – 15.000 € | kurvige Treppe, innen, inkl. Montage |
| Hublift | 5.000 – 14.000 € | bis 180 cm Hubhöhe, inkl. Montage |
| Hublift, große Hubhöhe | ab 15.000 € | ab 180 cm Hubhöhe, inkl. Montage |
Für Stehlift und Homelift liegt aus derselben Quelle keine Spanne vor — dort kalkulieren die Betriebe im Einzelfall, und was am Markt aufgerufen wird, steht auf den beiden Seiten selbst. Wie sich der Plattformlift gegen die übrigen Bauarten für Rollstuhlfahrer stellt, zeigt die Übersicht zum Rollstuhllift. Ist die Treppe zusätzlich schmal, hilft unser Ratgeber zum Treppenlift für schmale und steile Treppen.
Als Richtwert gelten 90 bis 110 cm, für eine XL-Plattform ab 120 cm — je nach Modell auch mehr oder weniger; verbindlich ist das Aufmaß. Im Mehrfamilienhaus kommt die Restlaufbreite als Fluchtweg hinzu, und die richtet sich nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
Als Richtwerte: Kompaktplattformen messen rund 70 × 80 cm, die Standardgröße 80 × 100 cm, XL-Ausführungen für Elektrorollstühle bis etwa 90 × 125 cm. Die genauen Maße legt der Hersteller fest und sie unterscheiden sich je Modell. Hochgeklappt bleiben etwa 30 bis 40 cm Tiefe.
Der Hublift hebt senkrecht wie eine kleine Bühne; bis 180 cm Hubhöhe kostet er 5.000 – 14.000 € inklusive Montage. Der Plattformlift folgt der Treppe, auch über Kurven und mehrere Etagen — seine Spannen stehen in der Preisliste oben.
Gebaut werden die Anlagen unter anderem von Lifta, Hiro Lift, Garaventa, Lehner Lifttechnik und Ascendor. Verkauft und installiert werden sie meist über regionale Fachbetriebe, die auch die Wartung übernehmen.
Genauso viel wie innen: 10.000 – 15.000 € an einer geraden Treppe, 12.000 – 20.000 € an einer kurvigen, jeweils über eine Etage und inklusive Montage. Fundament, Verzinkung und Abdeckung sind in diesen Beträgen enthalten — sie schieben die Anlage innerhalb der Spanne nach oben und dürfen im Angebot nicht noch einmal als eigener Posten auftauchen.
Auf die Schiene. Gerade Schienen lassen sich kürzen und passen häufig auf eine andere Treppe; gewendelte fast nie. Kommt eine neue Maßschiene hinzu, ist der Abschlag von 40 Prozent schnell aufgebraucht.
Bei Pflegegrad 1 bis 5 sind es 4.180 € je anspruchsberechtigter Person. Leben zwei Pflegebedürftige im Haushalt, sind es zusammen 8.360 €; die Obergrenze von 16.720 € wird erst bei vier oder mehr Anspruchsberechtigten erreicht. Gestellt sein muss der Antrag, bevor der Auftrag vergeben wird.
Die Spannen oben ersetzen kein Aufmaß vor Ort. Nennen Sie uns Treppenform, Etagenzahl und Einbauort, und Sie erhalten Festpreise geprüfter Fachbetriebe aus Ihrer Region — inklusive des Kostenvoranschlags für den Förderantrag.
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